21. Dezember

Hallo ihr Lieben,

immer wieder muss ich ueber die Vielfalt der Bananen hier schmunzeln. Wir kennen in Deutschland meist nur mittelgrosse gelbe Bananen.
Hier in Bolivien sieht man doch viel mehr und unterschiedliche Bananen. Generell ist das eine der Obstsorten, die das ganze Jahr ueber verkauft werden und die auch das ganze Jahr ueber natuerlich so wachsen und nicht aus dem Ausland importiert werden, so wie es bei uns in Deutschland passiert.
Zur Zeit ist die Erntezeit der roetlichen Bananen. Die sind ein wenig kleiner, dicker und von der Konsistenz fast so wie eine unreife Banane, schmecken jedoch ein wenig fruchtiger als unsere Bananen. Dazu gibt es hier auch die Minibananen, die meist im gesamten “Kopf” verkauft werden. Diese Sorte ist recht suess sind aber auch trockener. Und mein absoluter Favorit ist die Sorte, die einen leichten Kiwigeschmack hat, die Schale ist ein wenig dicker, sonst sehen diese jedoch aus wie unsere typischen Bananen.

Hier ein Foto der roten Banane, damit ihr sie euch nicht nur vorstellen muesst.

Liebe Gruesse aus Bolivien
MartaBanane

Mal in rot.

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20. Dezember

Hallo ihr Lieben,

einige haben von den Mennoniten in Bolivien vielleicht schonmal gehoert, fuer einige ist es vielleicht ganz neu. Ich moechte gerne eine Dokumentation mit euch Teilen.

http://www.stern.de/panorama/stern-reportage-deutschstaemmige-mennoniten-leben-in-bolivien-wie-im-17-jahrhundert-2157556.html#utm_source=standard&utm_medium=rss-feed&utm_campaign=alle

In Cochabamba sieht man sehr selten Mennoniten, die dann meist Kaese verkaufen. Vor allem trifft man auf die Mennoniten im Tiefland Boliviens. Auch rund um Ambue Ari, die zweite Auffangstation die wir haben, ist umgeben von Mennoniten, die dort ihr Land bearbeiten.

Herzliche Gruesse
Marta

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19. Dezember

Hallo ihr Lieben,

vor einigen Tagen kam ein Brasilianer vorbei, der seine Haengematten verkaufen wollte. Ich war doch sehr versucht mir eine zu verkaufen und so Abends vor meiner Tuer ein wenig entspannen zu koenne. Aber dazu gibt es mittlerweile doch auch zu viele Muecken, die sich besonders Abends ihr Abendsbrot suchen. Es gibt hier aber unter den Freiwilligen immer mal wieder den einen oder anderen der mit seiner Haengematte ankommt, diese im Garten aufhaengt und dann mit Moskitonetz Nachts unter freiem Himmel schlaeft. Aber auch das ist nicht mehr so empfehlenswert in der Regenzeit, besonders da es ja nachts regnet.
Leider war die Qualitaet nicht die allerbeste, also habe ich entschieden, doch nochmal in meinem alten Projekt nachzufragen. Dort hatten damals ein paar Frauen angefangen Haengematten zu weben und die waren sehr gute Qualitaet.

Liebe Gruesse aus dem Dschungel
Marta
Farben ueber Farben

Haengematten

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18. Dezember

Hallo ihr Lieben,

vor einigen Tagen waren wir Mango Ernten und aufsammeln. Hier ist zur Zeit Mangozeit und nicht nur sind bei uns unglaublich viele Mangos unterm Baum, sondern auch bei einem Freund im Ort, der uns angeboten hat, dass wir die Mangos aus seinem Garten sammeln koennen. So haben wir in einer halben Stunde vier riesen Sacke mit reifen Mangos gefuellt, die in den naechsten Tagen an die Affen, Voegel und Nasenbaeren verfuettert wurden.
Und so ab und an, gehe ich auch ine Mango fuer mich unterm Baum aufsammeln. Wir haben sogar drei unterschiedliche Mangoarten. Die beste ist die “Manga rosa”, die ist naemlich saftig und hat keine nervigen Haaerchen die in den Zahnzwischenraeumen verweilen.

Vielleicht habt ihr ja auch schonmal eine wirklich reife Mango irgendwo probiert, nicht die importierten, die gruen im Ausland gepflueckt wurden und auf dme Transportweg nachreifen.

Liebe Gruesse aus dem sonnigen Villa Tunari
Marta

Mangos

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17. Dezember

Hallo ihr Lieben,

ich sitze auf meinem Bett, mein Internet ueber mein Handy funktioniert heute wunderbar, das liegt wohl am wolkenlosen Himmel und an meiner Tuer flattert weiterhin eine Riesenlibelle. Vom Licht angezogen flog sie ins Zimmer und wollte sich nicht fangen lassen. Diese Tiere sind so verdammt schnell und hier teils wirklich riesig.

Fuer heute wollte ich euch eins unserer neusten Zugaenge vorstellen. Offiziell akzeptieren wir keinen neuen Tiere mehr. Hier bei uns gibt es weder Platz noch Geld fuer weitere Tiere. Es waere nicht fair fuer unsere Tiere noch fuer die, die wir akzeptieren. Und dennoch gibt es immer wieder Situationen, in denen wir eine Ausnahme machen, wie zum Beispiel bei einem unserer neusten Zugaenge.
Totenkopfaeffchen – warum die im deutschen so einen unschoenen Namen haben, verstehe ich bis heute nicht. Im spanischen heissen sie Eichhoernchen-Affen. Also die Totenkopfaeffchen sind recht leicht auszuwildern, sie akzeptieren neue Tiere sehr leicht in ihrer Gruppe und ermoeglichen es uns so meist, diese Tiere aufzunehmen und dann schnell wieder auszuwildern. Hoffentlich steht das auch fuer unser Aeffchen an.
Nachts kuemmern sich abwechselnd die beiden Tierarzte oder auch die Tierarztstudentin um das Aeffchen, bereiten Milch zu, kuemmern sich um Bananen und generell um das Wohlbefinden des Tieres.
Hier ein kleines Foto und EIndruck von wem ich eigentlcih rede.

Herzliche Gruesse aus dem DschungelRiesenlibelle

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Marta

ps: Eigentlich wollte ich euch noch ein Video schicken, aber das klappt bisher nicht. Vielleicht gibt es also morgen Teil 2 fuer den 17. Dezember.

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16. Dezember

Hallo ihr Lieben,

draussen rauscht der Regen, unterbrochen von heftigen Donnerschlaegen. Der Fluss duerfte wieder richtig am anschwellen sein.

Wer jetzt in der Weihnachtszeit vielleicht ein wenig mehr Zeit hat, sollte sich mal nach dem Film “The devils miner” umschauen (http://www.thedevilsminer.com/index_new.html). Eine sehr sehenswerter Dokumentarfilm ueber die Situation und das Leben der Minenarbeiter in Potosi. Wir haben den Film vor drei Jahren auf unserem Vorbereitungsseminar fuer baldausreisende Bolivienfreiwillige gezeigt. Die Teilnehmer waren damals sehr beeindruckt.
Vor einigen Tagen bin ich ueber diesen Artikel gestossen. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/bolivien-studenten-drehen-film-ueber-silbermine-cerro-rico-a-1002101.html. Es scheinen sich also weiterhin viele Menschen mit dem Thema der Silberminen zu beschaeftigen.

Viel Spass beim Lesen und Gucken.

Regenreiche Gruesse
Marta

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15. Dezember

Hallo ihr Lieben,

fuer heute einen wunderbaren EIndrueck in die Art und Weise wie in Bolivien viele Haeuser und die grossen und kleinen Plaetze geschmueckt werden.

Viel Spass beim Bilder angucken.

MartaOffizielle Gebaeude weden auch dezent beleuchtet

DIe Bolivianische Sorte der Tannen

Lichter auf dem Hauptplatz

Voll beschmuecktes Haus

Lichterzelt

Leuchtender Weihanchtsbaum

Weihnachtslichter

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14. Dezember

Hallo ihr Lieben,

gestern haben wir, Franzi eine Freundin aus Deutschland und ich, eine Adventsaktion hier bei uns organisiert. Kekse backen stand auf dem Programm. Also haben wir uns nachmittags zum Markt aufgemacht um die noetigen Zutaten zu besorgen. Mit Mehl, Zucker, Butter, Eiern (9 Stueck in einer kleinen Plastiktuete), Backpulver und weiteren Zutaten ging es wieder Richtung Park. Gegen sieben haben wir angefangen den Teig zu zubereiten. So wie bei uns zu Hause wurde das Rezept fuer Butterkekse und fuer Schwarz-weiss Gebaeck vorbereitet. Gleichzeitig wurde der Gluehwein vorbereitet, wir haben mehr als 20 Orangen ausgepresst, dazu eine Zimtstange, Nelken und ein bisschen Zucker und ab auf die Gasflamme (in Bolivien kochen fast alle mit Gas). Und dann hiess es ausstechen. Fuer mich war es uberraschend, dass Plaetzchenbacken nicht nur in Bolivien keine Tradition ist, sondern auch die Freiwilligen aus Holland, Spanien und Australien noch nie Platzchen ausgestochen und gebacken haben. Eine Tradition, die aus meiner Kindheit nicht wegzudenken ist, und mir auch jetzt viele tausende Kilometer von Deutschland entfernt, sehr wichtig ist.

Waehrend die einen Platzchen ausstachen, sassen die andern gemuetlich beisammen, haben den Gluehwein gekostet (der doch schnell zum schwitzen fuehrt bei 25Grad) und sich ueber Traditionen und Weihnachtsstimmung im bolivianischen Dschungel unterhalten.

Adventliche Gruesse
MartaGluehwein bei Kerzenschein

Adventsrunde

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13. Dezember

WG Leben im Dschungel

Nicht leben wir hier nur in kleiner Gemeinschaft mit den Mitarbeiten und den Freiwilligen, sondern wir leben doch sehr direkt im Dschungel, was bedeutet, dass man sein Zimmer mit vielen anderen Bewohnern teilen muss. Ich weiss nie, wen ich noch alles in meinem Zimmer vorfinde, wenn ich Abends die Tuer oeffne. Vor zwei Tagen krabbelte eine handflaechengrosse Spinne in meiner Dusche, die sich schnell verzog, als ich eintrat. Heute fand ich, zum ersten Mal, einen kleinen Skorpion in meiner Dusche vor, und dass, wo ich heute meine Flip Flops im Buero gelassen hatte. Mit einer kleine Dose konnte ich aber auch das Skorpion nach draussen setzen. Dauerbewohnern sind die kleinen Echsen, die freudig meine Muecken-Mitbewohner verspeisen. Vor einiger Zeit fand ich auch einen Tausendfuesser, kleine und groesse Spinnen und viel viele Nachtfalter. Jedoch sind die treusten Mitbewohner wohl die Ameisen, die ihre Ameisenstrasse immer irgendwo durch mein Zimmer laufen lassen. Teils veraendert sich die Route, jedoch sind die immer vorhanden. Die Muecken sind ein Glueck noch nicht wieder so richtig eingezogen, so dass ich noch ein wenig Ruhe habe. Eine Freiwillige hatte sogar eine Schlange in ihrem Bett gefunden.

All diese Mitbewohner sind der Grund, warum ich dauerhaft das Moskitonetz meiner Schwester ueber meinem Bett befestigt habe. So kann ich Nachts ohne Bedenken in mein Bett gehen und mich nicht auf Ueberaschungen gefasst machen muss.

Krabbelige Gruesse
MartaNachtfalter

Skorpion in meiner Dusche

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12. Dezember

Gewitter

Gestern Nacht hat es so heftigt gedonnert, dass meine Fenster geklirrt haben. Die Blitze waren dicht aufeinander gefolgt und ich musste an den Begriff des Blitzlichtgewitters denken. Dazu hat es die gesamte Nacht geregnet, aber nicht normaler Regen, sondern man konnte kaum einen Meter weit blicken bei den dichten Regentropfen. Ich bin gegen 3 Uhr morgens wachgeworden von dem heftigen Gewitter. Ich wuerde fast behaupten, es war das heftigste Gewitter, dass ich in meinem Leben erlebt habe. Die Regenzeit wurde also wirklich eingelaeutet und so wird der Regen nun wieder ein taeglicher Begleiter fuer die Menschen hier. Damit wird auch die Verbindung nach Cochabamba wieder unzuverlaessig. Teils gibt es Erdrutsche auf der Strasse, teils verwandeln sich Strassenteile in Schlammpisten, ueber die die Autofahrer dann nicht mehr fahren wollen und dann gibt es mal eben einfach keinen Transport von Villa Tunari nach Cochabamba. Hier fahren die Autos, in die 7 Fahrgaeste passen, dann los, wenn es den Fahrern passt und nicht, dann wenn es die Leute wollen.

Aber fuer mich stehen ja nun auch nicht mehr so viele Reisen nach Cochabamba an.

Regenreiche Gruesse
Marta

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