Reise nach Sucre
Von der Arbeit aus sind wir letzten Mittwoch gegen 19 Uhr in einem kleinen Bus Richtung Sucre aufgebrochen. Einen Erfahrungsaustausch zum Thema nachhaltige/saubere/ökologische Landwirtschaft, wollten wir machen: 22 Frauen und ein Mann aus unserem Projekt und knappe 20 Bauern aus Chuqui Chuqui einen Dorf bei Sucre, der konstitutionellen Hauptstadt Boliviens.
Los ging es mit dem BUs, dessen Sitze so gut wie nicht verstellbar waren, also saß man ganz bequem wie auf einem normalen Stuhl. Kurz nachdem wir Cochabamba verlassen hatten, fing es dazu noch an zu regnen. Die Strecke von Cochabamba nach Sucre ist bekannt für seine ungemütliche Strecke, schlechte Straße und Problemen bei Regenwetter. Eigentlich sind es nur knappe 300km, aber dafür braucht man im Schnitt 10 bis 12 Stunden. Nach kurzer Zeit ergriffi ich meine Chance und legte mich in den Gang, viel Platz war da nicht, aber es war bei weiterm gemütlicher als auf dem Sitz. Eingewickelt in meinen Schlafsack habe ich so bis in die Morgenstunden dann doch recht viel Schlaf bekommen.
Leider blieb der Bus dann 3km vor unserem Zeil stehen: Blockade. Erstmal wussten wir nicht was genau passiert war, also bin ich in meine Regenjacke eingewickelt ein Stück nach vorne gelaufen um mehr zu erfahren: Steinrutsch, Straße blockiert und der Himmel völlig grau. Da es schon 7Uhr war, haben wir kurzer Hand vom LKW vor uns 50 kleine Mangos gekauft, um unserer Gruppe ein Frühstück anbieten zu können.


Stück für Stück rückten die LKWs und Busse weiter, aber alles ging sehr langsam. An der Gefahrenstelle angekommen, sah man auch warum, die Straße war komplett blockiert und die Autos konnte nur mit viel Vorsicht und vorherigem Steine anordnen, über das Geröll fahren.


Mit drei Stunden Verspätung, Hunger und nassen Schuhen, sind wir dann vor Ort angekommen. Früstück, Gruppenvorstellung, Austausch über ökologische oder saubere Landwirtschaft und viel Diskussion darüber, was machbar ist, was bisher noch nicht umsetzbar ist, wie und wo man verkauft, was läuft gut und was läuft gar nicht etc. Von dort aus ging es dann mit allen zu einem der Anbaufelder: Tomaten, nächstes Jahr soll was anderes geplfanzt werden. Als Zwischenmahlzeit gab es Papaya und Manga direkt vom Baum…einfach lecker!



Wieder zurück im Projekt gab es Mittagessen mit einem Tomaten-Zwiebel-Avokadosalat aus eigenem Anbau, Noch eine Diskusssionsrunde und ein Feedback.
Von dort aus 2 Stunden im Bus Richtung Sucre, der Busfahrer hat sich einen neuen Ersatzreifen gesucht, weil der erste auf der Hinfahrt seinen Dienst erbringen musste, und wir sind noch eine Stunde runter in die Stadt gefahren um uns den Hauptplatz, Markt und natürlich die Schokoladengeschäfte anzugucken. Denn die Schokolade aus Sucre ist in ganz Bolivien bekannt.
Von dort ging es dann Abends wieder mit dem Bus nach Cochabamba. Leider war auf der Rückfahrt kein Platz mehr auf dem Gang.
Insgesammt eine anstrengende Fahrt mit einem sehr spannenden Austausch vor Ort