Sep
22
2008
Eine kleine Anekdote:
Wenn man in Bolivien an der Strasse an einem Stand eine Flasche CocaCola oder ein andere Getraenk kaufen moechte, wird man eventuell gefragt, ob man denn das Getreank in einer Tuete haben will. Ja als unwissender Deutscher sagt man da vielleicht ja, denn vielleicht will man die Cola nicht ganz austrinken, sondern sie lieber noch in der Tuete rumtragen. Sollte man lieber nicht, denn wenn man nun “ja” auf die Fragen “In einer Tuete?” anwortet, dann wird der Inhalt der Colaflasche in eine kleine Plastiktuete gegossen, oben zugeunden, ein Strohhalm reingesteckt und fertig ist die Cola-in-der-Tuete. Also immer Achtung was man hier bestellt
Liebe Gruesse aus dem warmen Cochabamba
Sep
16
2008
Hallo Ihr Lieben,
also mir geht es gut hier. Cochabmaba ist ruhig und man bekommt hier direkt von den Unruhen nichts mit. Die Nachrichten sind zu jeder Tagszeit voll mit Informationen ueber die Unruhen, und wenn man durch die Sender zappt merkt man teilweise auch einen Unterschied an der Qualitaet der Informationen.
Die Sachen die sich auch hier bemerkbar machen in Cochabamba sind ein Mangel an Beznin und Gas, obwohl die Autos mittlerweile wieder fahren, es gibt also doch wieder Benzin. Denn am Samstag ist kaum ein Auto gefahren und am Sonntag waren es auch wenige. Vor den Tankstellen staden bis zu 3km lange schlangen, wobei die Auto dann alle 5 Minuten die neuen 2m geschoben wurden. Man sah auch viele Menschen mit Kanistern und allen Moeglichen anderen Behaeltern an den tankstellen um Bezin zu bunkern.
Und ja, die Menschen bunkern hier wohl, denn die Preise steigen heftig an. Alle Lebensmittel werden teurer, im Supermarkt sind die alten Preise gerade von den frischen Lebensmitteln uebermalt. Und auch auf der Strasse wird das Obst wesentlich teurer. Diese preisteigerung haengt vor allem mit der Strassenblockaden an, die eine Nahrungsknappheit hervorruft, sowie die Bunkereinkaeufe der Menschen. Aber naja, dann zahlt man hier jetzt teilweise deutsche Preise. Wie das weiter geht, weiss ich selbst nicht.
Aber wie gesagt, macht euch keine Sorgen, hier ist es ruhig. Und angeblich, laut Auswaertigem Amt hat sich die Lage in Tarija und auch in Santa Cruz ein wenig beruhigt. Was das genau heisst, kann man bei denne auf der Seite nachlesen
Liebe Gruesse aus der Ferne
Marta
Sep
09
2008
Hallo Ihr, wer auch immer das leist
mir geht es gut hier. Auch wenn bei euch vielleicht Nachrichten ueber Bolivien ankommen, vielleicht aber auch nicht, denn irgendwie erregt Bolivien selten die internationale Oeffentlichkeit, kriegt man hier in COchabamba nichts mit von den politischen Unruhen im Land. Eigentlich schon komisch, dass davon so wenig hier Publik ist, aber vielleicht informiere ich mich ja auch falsch.
So langsam gewoehne ich mich hier an das Leben. Puenktlichkeit ist hier immer mit 30 min Verspeatung. Auch nicht schlecht mal fuer einen selbst, wenn der Bus mal nicht kommt, oder vorbei faehrt, weil alles voll ist.
Das Wetter wird immer waermer, gegen fuenf sind es hier auf jeden Fall 22Grad, die aber teilweise kaelter gefuehlt sind. Nachts ist es immernoch Pulloverwetter, waehrend tagsueber die Sonne teils wirklich aggressiv brennt. Da muss man aufpassen, dass man genug trinkt und keinen Sonnenstich bekommt.
So, jetzt knurrt mein Magen.
Liebe Gruesse aus der Ferne
Sep
05
2008
Hallo Ihr,
Mir geht es gut. Gestern habe ich das erste mal ein Cochabamba mit dunklen Wolken erlebt. Mal eine ganz andere Erfahrung, wenn die Berghaenge nicht mehr zu sehen sind und das ganze Tal von Wolken bedeckt ist.
Meine Arbeit geht seinen Alltag und ab und zu gibt es eine Abwechslung. Heute ist der erste Freitag im Monat, ein Tag an dem Abends immer gefeiert wird, wohl mir viel Alkohol. Man bedankt sich fuer alles Neue, was der alte Monat gebracht hat. Eigentlich ein schoener Brauch. Mal sehen wie das in der Wirklichkeit aussieht.
Am Sonntag ziehe ich um. Dann lebe ich in der Stadt. Da wird sich zeigen, wie das so ist.
Liebe Gruesse aus Cochabamba