Archive for Februar, 2009

Feb 06 2009

Karneval-Fieber

Published by Marta under Allgemein, Cochabamba

Hier ist schon seit einiger Zeit das Carnaval-Fieber ausgebrochen. Nicht nur wird allerorts abends auf den Strassen tanzen geuebt, damit man bei dem Strassenumzug zum Karneval in Oruro oder auch in Cochabamba tanzen kann. Nein, es gibt hier noch eine ganz spezielle Tradition: In der Zeit vor Carnaval, zum Carnaval direkt und wohl angeblich auch noch bis zu einem Monat danach, muss man sich, besonders wenn man weiblich, blond und weiss ist, umsehen wenn man auf die Strasse geht. Denn man koennte jeden Augenblick von einer Wasserbombe getroffen werden. Die Wasserbomben werden hier in Tueten an der Strasse verkauft, schon mit Wasser gefuellt, oder man kann sie an den kleinen Staenden an jeder Strassenecke kaufen, da sind sie aber meist ungefuellt.
Am letzten Sonntag bin ich mit einer Freundin, einer deutschen Freiwilligen, unterwegs gewesen. Wir sind leider in einen Fanzug von Wilsterman (dem grossen oertlichen Fussballteam) geraten. Die waren alle gut gelaunt, dank eines guten Spiels (so wie bei uns manchmal die Eisern Union Fans). Erst fing es mit Pfiffen und Kommentaren an und wir wurden schon gewarnt, dass wir uns in Acht nehmen sollten. Dazu hatten wir aber absolut keine Chance, denn wir waren ja mitten in den Fanzug reingeraten. Dann ging es los: Ich wurde gleich 5 mal beworfen, hatte aber Glueck, dass davon nur ein einziger gut genug gezielt hatte. Wir entschieden uns also lieber an einer anderen Strassenecke auf den Bus zu warten, um nicht unter Dauerbeschuss zu stehen. Also standen wir an der Ecke, so nah wie moeglich an einem Essensstand, denn dort da wird man schonmal verschont. Aber es kam natuerlich ein netter Kerl vorbei, der sich einen Spass machte und eine Wasserbombe direkt an meinem Nacken zerplatzen liess. Ich hatte mich schon gewundert, warum er seine Hand hob, aber ich habe die Wasserbombe leider nicht vorher gesehen. Ja, das ist wohl die effektivste Variante, die Wasserbombe sozusagen direkt am Koerper platzen zu lassen. So geht man sicher, dass die Person auch wirklich komplett durchnaesst weiter geht, so wie ich am Sonntag Nachmittag
Auch sollte man aufpassen, wenn man unter einem Balkon oder Fenster vorbei laeuft, denn es wird auch mal gerne ein ganzer Eimer ueber nichtsahnende vorbeilaufende Passanten geleert. Aber zum Glueck ist es hier zur Zeit so warm, dass die Naesse nicht unbedingt zu einer Erkaeltung fuehrt, manchmal sogar eher eine schoene Erfrischung bietet.

Wasserbomben

2 responses so far

Feb 05 2009

Krankenhaeuser

Published by Marta under Allgemein

Ja, ich hatte nun dann auch mal die Chance ein Krankenhaus von innen kennenzulernen. Und ich habe gleich freudige Bekannstschaft mit dem Tropf gemacht.
Das Krankenhaus, in dem ich zwei Abende hintereinander verbracht habe, ist wirklich sauber und gut ausgestattet.  Erst hatte ich Magenprobleme, wohl irgendein Bakterium, die ich mir wohl durch Eiswuerfel in einem Getreank eingefangen habe und den Abend drauf dann wegen einer allgergischen Reaktion auf das verschriebene Antibiotikum, nicht die angenehmste Erfahrung. Aber ich habe es ueberstanden.

Man muss aber auch immer direkt nach der Behandlung bar zahlen. Nur gut, dass ich noch so viel Geld zu Hause hatte-. Ich weiss naemlich nicht, was sie mit einem anstellen, wenn man nicht direkt zahlen kann.
So, mir gehts aber wieder besser und wenn ich irgendwann Zeit haben sollt, kommt hier auch mal wieder ein laengerer Bericht, bzw meine Rundmail zu euch nach Deutschland.
Liebe Gruesse aus dem warmen Cochabamba

One response so far