Archive for Dezember, 2009

Dez 24 2009

24. Dezember

Published by Marta under Adventskalender, Allgemein

Heute kommt der letzte Adventskalender – Eintrag.

Ich hoffe ihr hattet viel Spass beim Lesen und Gucken.

Weihnachten in Bolivien

Das Weihnachtsfest war für mich in Bolivien doch anders, als ich es aus Deutschland gewohnt bin. In meinem Projekt haben wir am 23.12. Weihnachten gefeiert, also durfte ich zu meinem Geburtstag die Kinder beschenken, ein schönes Erlebnis.

Jedes Kind wurde aufgerufen und hat von einem der Mitarbeiter sein Geschenk erhalten. Die Kinder haben über das ganze Gesicht gestrahlt, dieser Ausdruck hat mehr gesagt als alle Worte… Es war einfach unvergesslich so glückliche Kinderaugen zu sehen. Diese Kinderaugen haben so geleuchtet und dabei hatten sie “nur” eine Decke, ein T-Shirt und einen Früchtekuchen geschenkt bekommen. Was würden deutsche Kinder für Augen machen, wenn sie solch ein Geschenk erhalten würden. Es war für mich das schönste Geschenk an meinem Geburtstag.

Ich wünsche euch ein besinnliches Weihnachtsfest.

One response so far

Dez 23 2009

23. Dezember

Published by Marta under Adventskalender, Allgemein

Da ich heute an meinem Geburtstag nicht so viel schreiben wollte, gibt es mal wieder Fotos, ein paar Fotos um sich auf Weihnachten einstimmen zu können:

No responses yet

Dez 22 2009

22. Dezember

Published by Marta under Allgemein

Das Bolivien – Netz


Zurück in Deutschland und trotzdem nicht von Bolivien loskommen?

Mit dem Ende des Freiwilligendienstes nicht das Engagement beenden wollen?

Täglich in Gedanken bei den Kindern des Projektes sein und trodzdem nicht vor Ort sein können?

Sich hier wieder einleben wollen und gleichzeitig nicht von der Erfahrung loslassen können?

Zwischen zwei Welten leben?

Ich weiss, ich bin nicht allein mit diesem inneren Chaos.

Auf der UndJetzt!? Konferenz hat sich im August das Bolivien-Netz gegründet. Nach mittlerweile 2 Vereinstreffen sind wir ein gemeinnütziger eingetragener Verein und damit hört es nicht auf…

Das Bolivien-Netz ist eine organisationsübergreifende Plattform von Freiwilligen, bietet Austausch und Informationen für alle ehemaligen, gegenwärtigen und zukünftigen Freiwilligen und vernetzt diese. Es soll Raum für Begegnungen schaffen, interkulturellen Austausch fördern, Projekte begleiten und initiieren, Freiwillige beraten, unterstützen und neue Wege in der Freiwilligenarbeit gehen.

Wenn wir uns vernetzen, können wir

… lose Maschen zu einem stabilen Geflecht vereinen
… Räume und Möglichkeiten aufspannen
… Tragfähigkeit und Tragweite schaffen
… Fragen und Wünsche auffangen
… Einzelstränge zu einem großen Ganzen verknüpfen
… durch Verbindung auch Verbundenheit erreichen

Mehr Infos gibt es auf der Homepage

Und wer hören möchte, warum es für mich wichtig ist, findet hier etwas.

No responses yet

Dez 21 2009

21. Dezember

Published by Marta under Allgemein

Meine Mutter wünschte sich eben Bilder aus der Salzwüste.

Nun habt ihr alle das Glück diese Bilder hier als 21. Türchen zu finden:

Hier gibt es mehr Bilder

One response so far

Dez 20 2009

20. Dezember

Published by Marta under Adventskalender, Allgemein

Ja, jeder von euch wird in Deutschland schon mal mit einem öffentlichen Bus gefahren sein. Aber wie ihr sicher wisst, ist Busfahren auch ne Sache, die in jedem Land anders abäeuft…

In Cochabamba kann man jeden Bus an jeder Strasse anhalten, in dem man seine Hand ausstreckt. Die Busse halten dann meist auch an oder zumindest verlangsamen sie ihr Tempo, so dass man gerade reinspringen kann, es sei denn es ist kein Platz. Dann fahren diese Busse gwöhnlicherweise einfach an einem vorbei. Aber sollte dies auftreten, sieht man es normalerweise schon von weitem, wenn dann hängen mindestens 2 Personen schon halb aus der Tür oder aus der Öffnung, wo früher einmal eine Tür vorhanden war. Wenn man denn dann eingestiegen ist und seine knappen 15cent Beförderungsentgelt bezahlt hat, kann der Spass losgehen losgehen: Manchmal hat man das Glück, dass man in einen Bus eingestiegen ist, in dem man ordentlich sitzen kann, sprich, die Sitze fallen nicht auseinander und man hat gerade so genügend Platz für seine Beine, aber oft ist das leider nicht so. (Ja, auch wenn ich eher zu den kleineren Menschen gehöre, hatte ich in Cochabamba oft Probleme bequem meine Beine zu platzieren.) Dann haben die meisten Busse Fenster die nicht richtig schliessen, eigentlich ja kein Problem, wenn es draussen warm ist, aber wenn es regnet, ist somit das Sitzplatzangebot oft auf die Haelfte reduziert, denn auf einem nassen Sitz möchte man ja nicht sitzen.

Oft sieht man hier die Busfahrer, die sich gegenseitig versuchen zu überholen. Es ist wohl ein Spass für sie ihren Bus auf Hochtouren zu bringen, um den Kollegen im “Rennen” zu schlagen. Tja, an sich kann das auch für die Mitfahrer ganz lustig sein, aber es wird einem recht schnell mulmig zumute, wenn der Auspuff und andere Teile des Busses anfangen zu knallen, so das man denkt, dass gleich der Bus mitsamt seinen Insassen in die Luft fliegt.

Was die Busse hier so einzigartig macht, ist die schöne und einzigartige Gestaltung von innen. Die Busse sind hier nicht wie in Deutschland von einem Unternehmen gestellt, sondern jeder fährt seinen eigenen Bus und muss sich selbst um sein Fahrzeug kümmern. Zwar sind die Bussefahrer ein und der selben Linie meist organisiert in einer Art Verein, aber trotzdem ist jeder selbst verantwortlich für sein Eigentum. Ich glaube es gibt keine Bus, der nicht irgendwie von innen geschmückt ist; entweder kann man waehrend der Busfahrt schöne Poster betrachte, oder auch eine Mischung aus Teddiebären, die an der Frontscheibe baumeln, umrandet von Lichterketten und daneben Jesusbilder und Popgruppenposter Seite an Seite.

Jedes mal wieder ein kleines Abenteuer in einen Bus einzusteigen.

bus

No responses yet

Dez 19 2009

Erinnerung an den Fotovortrag

Published by Marta under Adventskalender, Allgemein

Erinnerung an den Fotovortrag heute

No responses yet

Dez 19 2009

19. Dezember

Published by Marta under Allgemein

Kontakt

Lange habe ich überlegt, was ich heute spannendes schreiben kann und dann kamen mir die Jungs zur Hilfe.

Heute habe ich mal wieder seit längerer Zeit direkten Kontakt mit zwei der Jungs gehabt, mit denen ich sehr viel gearbeitet habe. Es ist leider oft recht schwer mit ihnen direkt in Kontakt zu sein. Ersten gibt es einen Zeitunterschied von 5 bis 6 Stunden und vor allem haben die Kinder dort kein Internet zu Hause und auch keinen Computer. Wenn, dann müssen sie also ins Internetcafe gehen. Die Internetcafes in Bolivien sind nicht sehr teuer, jedoch nicht immer erschwinglich für die Kinder mit denen ich gearbeitet habe. Und wenn sie dann mal in einem Internetcafe sind, heisst das ja noch lange nicht, dass ich dann auch online bin. Letztens hat es zufällig geklappt und ich habe mich mit dem einen für heute Abend verabredet gehabt. Wir haben kurz geschrieben und ich habe die guten und schlechten Neuigkeiten aus seinem Leben und aus dem Leben des Projektes erfahren. Jedoch konnte wir nicht wirklich lange schreiben, denn er musste schon wieder zur Arbeit. In Cochabamba sind zwar gerade Ferien, aber in den Ferien müssen die Kinder umso mehr arbeiten. Der eine Junge, mit dem ich heue gechattet habe, hilft in einer Fussballschule und in einem Tanzkurs aus, ausserdem hilft er seiner Mutter bei ihren Verkäufen auf der Strasse, kümmert sich um seine Geschwister und muss nun wegen seiner Arbeit auch über Weihnachten in Cochabamba bleiben, obwohl seine gesamte Familie in den Norden von Bolivien fährt (20Std Fahrt), dorthin, wo sie eigentlich herkommen.

Nach diesen Gesprächen freue ich mich immer wieder über die modernen Kommunikationsmöglichkeiten, die wir haben, denn sonst wäre es um einiges schwerer für mich den Kontakt nach Cochabamba aufrecht zu erhalten aber es stimmt mich gleichzeitig auch immer sehr traurig, denn ich vermisse die Kinder und die Arbeit doch sehr.

No responses yet

Dez 18 2009

18. Dezember

Published by Marta under Allgemein

Der Luxus einer Waschmaschine

Eben habe ich nach der Stunde joggen im frischen Schnee die Waschmaschine “angeschmissen”. Jetzt warte ich eine Stunde, kann die frischgewaschene, saubere und duftende Wäsche aus der Waschmaschine nehmen, auf den Wäscheständer hängen und sie dort einfach trocknen lassen – so einfach geht das und wie oft habe ich dennoch zu Hause die Waschmaschine verflucht, weil sie immer erst dann fertig wurde, wenn ich los musste und es immer wieder passierte, dass ich meine Mutter bat, meine Wäsche aufzuhängen, weil ich es nicht mehr schaffen würde.

Das letzte Jahr habe ich in Bolivien ohne diesen wunderbaren Luxus einer Waschmaschine gelebt. Die Strassen zu meiner Arbeit sind sehr staubig, also musste ich auch wirklich regelmässig meine Klamotten waschen, dazu kam noch, dass ich einen recht gegrenzten Kleiderschrank besaß, 8 T-shirt, mehr konnte ich da nicht finden.

Wenn also der Wäscheberg zu groß und mein Kleiderschrank zu leer wurde, hieß es an “Ran an die Waschschüssel”. Wir hatten eine blaue Waschwanne, die ich mit heissem Wasser aus dem Wasserkocher und kalten Wasser aus unserem Wasserhahn in der Küche füllte, denn warmes Wasser gab es nur manchmal und dann auch nur in der Dusche. Dazu kam dann noch ein Schwung Detergente (Waschmittel) und es konnte losgehen. Erst wurde alles in der Waschwanne eingeweicht, bis das Wasser ganz schwarz war. Nun kam ein T-Shirt in das kleine Waschbecken in der Küche, es wurde ordentlich gequält von meinen Händen, erst gerubbelt, dann ausgespült, dann kam die Seife dazu, eine Bürste half mit weiter beim Schrubben, dann nochmals auswaschen, ausspülen und kräftig auswringen. Dann kam das T-Shirt auf die Geschirrablage, wenn der Wäscheberg dort etwas grösser wurde, ging ich in mein Zimmer, um die teils doch tropfenden Kleidungsstücke auf dem Stück Schnur vor meinem Fenster aufzuhängen. Am Schlimmsten waren bei diesen Aktionen meine 3 Pullover und meine Jeanshose. Egal wie oft ich diese auswrang, sie tropften immer, so dass ich sie in unserem Badezimmer aufhängen musste, damit mein Zimmer nicht überflutet wurde.

Bis ich eine Routine im Schrubben, Rubbeln, Auswringen, Durchspülen, Auswaschen hatte, sind einige Waschaktionen vergangen, doch man gewöhnt sich daran, auch wenn man meist das Gefühl hat, dass die Wäsche nie ganz sauber wird. Und wenn es draussen schlechtes Wetter war, dauerte es manchmal schon einen Tag, bis die Wäsche trocken war. Alle 2 Monate habe ich mir dann den Luxus gegönnt und habe meine Pullover und die Jeans in eine der vielen Wäscherein gegeben. Dort musste man jedoch immer gut aufpassen und seine Wäschestücke genauestens nachzählen, damit nichts verloren ging. Mir ist jedoch leider kurz vor meiner Abreise mein Fleecepullover abhanden gekommen, ich hatte nämlich bei der Abholung meiner Wäsche nicht genau nachgezählt.

Jetzt werde ich gleich den Luxus geniessen und die sauber gezauberte Wäsche aus meiner Waschmaschine nehmen und mich freuen, dass ich sie nur noch auf der tollen Erfindung namens Wäscheständer aufhänge muss. Viel Spass bei eurer nächsten Wäscheaktion.

Fleisch zum Trocknen neben der frischen Wäsche

Fleisch zum Trocknen neben der frischen Wäsche

Selbst die Kinder waschen ihre Wäsche selbst

Selbst die Kinder waschen ihre Wäsche selbst

No responses yet

Dez 17 2009

17. Dezember

Published by Marta under Allgemein

Gestern habe ich noch neue Fotos entdeckt. WIr haben im Dezember in Cochabamba auch Plätzchen gebacken. Die selbstgebackenen Kekse haben wir dann der Familie geschenk, die uns eingeladen hatte mit ihnen Weihnachten zu feiern.

Hier die Fotos:

Kuchenform als Backblech
Kuchenform als Backblech
Fertig

Fertig

Backen in Berlin

Backen in Berlin

Backen in der WG in Cochabamba

Backen in der WG in Cochabamba

One response so far

Dez 16 2009

16. Dezember

Published by Marta under Adventskalender, Allgemein

Plätzchen backen bei 30°C

Genau vor einem Jahr haben wir mit den Kindern aus meinem Projekt Weihnachtsplätzchen gebacken.

Erst hiess es den Teig zubereiten, abwiegen ohne Waage. Wie bitte soll man wissen wieviel 250g Mehl sind??? Wir hatten nur eine normale Köperwaage, die leider sehr ungenau war. Aber wir haben es im Endeffekt geschafft einen halbwegs normalen Plaetzchenteig zu zaubern. Johanna und ich haben den Teig auf kleinen Tischen ausgerollt und dann durften die Kinder in kleinen Gruppen ausstechen. Die Augen haben gestrahlt – es war so ein tolles Erlebnis für sie. Gleichzeitig kamen immernoch die Mütter aus dem Resozialisierungsprojekt in die Küche und wollten auch zugucken und mitmachen beim Backen. Sie konnten sich gar nicht vorstellen, dass das Backen von Weihnachtsplaetzchen so einfach sein wuerde.

Ich war dann verantwortlich dafür, die Plätzchen in den grossen Gasofen zu schieben, während Johanna weiter beim Ausstechen aufpasste. Es ist gar nicht so einfach die richtige Temperatur zu finden, wenn es keine Zahlen am Rädchen gibt und das Thermometer schon lange kaputt ist.

Ja und als die ersten Plätzchen duftend aus dem Ofen kamen, wollten natürlich alle mal probieren. EIgentlich waren die Plätzchen als Weihnachtsgeschenke für die Kinder gedacht, aber jeder durfte vorher schonmal kosten, ob sie denn auch wirklich schmecken.

Für mich war es das erste mal, Plätzchen bei einer Aussentemperatur von knappen 30ºC gebacken habe. Und ich muss ehrlich sagen, ich bevorzuge kalte Temperaturen, kurze Tage und eventuell auch Schnee zum Plätzchen backen. Aber es war auch interessant und hat mich ein wenig mehr weihnachtlich gestimmt.

cimg1514

cimg1347

No responses yet

Next »